Stellenmeldepflicht

Stellenmeldepflicht

Ab Juli 2018 werden die Arbeitgeber verpflichtet sein, unter Androhung von Sanktionen, offene Stellen in ihrem Unternehmen dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum zu melden, sofern die Arbeitslosenquote im betroffenen Beruf 8% erreicht oder übersteigt.

Im Rahmen der Umsetzung von Art. 121a der Bundesverfassung hat das Parlament am 16. Dezember 2017 einen Kompromiss genehmigt, den sogenannten Inländervorrang light. Damit soll das Potenzial inländischer Arbeitskräfte besser genutzt werden, indem den stellensuchenden Personen, die in der Schweiz bei der öffentlichen Arbeitsvermittlung gemeldet sind, eine zusätzliche Chance gewährt wird. Die damit verbundene Stellenmeldepflicht wird ab dem 1. Juli 2018 in zwei Etappen in Kraft gesetzt.

 

In einem ersten Schritt gilt die Stellenmeldepflicht für Berufe mit einer gesamtschweizerischen Arbeitslosenquote von mindestens 8%. Ab dem 1. Januar 2020 gilt ein Schwellenwert von 5%. Die gemeldeten stellensuchenden Personen profitieren von einem exklusiven Zugriff auf die Stelleninformationen während fünf Arbeitstagen. In dieser Zeit darf der Arbeitgeber die gemeldete Stelle nicht anderweitig ausschreiben (Inserate in der Presse, Veröffentlichung auf der Webseite des Unternehmens, etc.). Verschiedene Sanktionen sind vorgesehen.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) wird voraussichtlich im April eine Liste derjenigen Berufe  publizieren, die ab dem 1. Juli 2018 meldepflichtig sind. Dies erlaubt den Arbeitgebern, genügend früh feststellen zu können, ob sie von der Stellenmeldepflicht betroffen sind.

Das Handbuch des Arbeitgebers wird zu gegebener Zeit aktualisiert werden.

Die Meldung der offenen Stellen wird grundsätzlich über die neue Webseite der Arbeitslosenversicherung www.arbeit.swiss abgewickelt werden. Diese Webseite vereint nun alle Webseiten der Arbeitslosenversicherung (Treffpunkt-Arbeit.ch, Eures, Job-Room und Amstat/Arbeitsmarktstatistik).